Haus Staging

 

 

 

Vorbereitung


Home Staging bedeutet auch: die Art wie Sie leben und die Art, wie Sie Ihre Immobilie verkaufen sind zwei völlig verschiedene Dinge

Diese Überschrift beschreibt wahrscheinlich am allerbesten, um was es bei Ihrer Vorbereitung zum Immobilienverkauf geht. Und ich sage Ihnen, es ist wahr! Je besser Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung präsentieren, um so schneller werden Sie es verkaufen – meist zu einem höheren Preis. Wenn Sie bis in die Haarspitzen dazu motiviert sind, Ihr Haus zu verkaufen, dann lassen Sie es auch bestmöglich aussehen. Es mag sich nach viel Arbeit anfühlen, aber glauben Sie mir, es wird sich am Ende ausbezahlen. Und jetzt lassen Sie uns endlich beginnen. Wie sagen wir auf norddeutschen Festen wie die „Kieler Woche“:
Nich’ lang schnacken, Kopp in’ Nacken.

Und ab sofort geht es nur noch um diese drei Punkte:

  • Reinigung
  • Unordnung beseitigen
  • Farbe auftragen


Reinigen Sie, was das Zeug hält

Sind Sie jemals auf einem klebrigen Küchenboden gegangen? Ich auch. Er hat so eine sehr unangenehme Anziehungskraft der Schuhe oder Socken und fühlt sich so richtig schmuddelig an. Nichts sagt mehr über den Gesamtzustand Ihres Hauses und ist aufschlussreicher als Ihr Küchenboden. In den meisten Fällen gibt es hier einen Überblick über die Sauberkeit des gesamten Hauses. Und nur ein sauberes Haus ist auch einladend. Es sieht einfach besser aus und Käufer mutmaßen, dass Sie sich immer liebevoll darum gekümmert haben. 
Viele Kaufinteressenten gehen aus einem schmutzigen Haus raus und wollen gar nicht erst wissen, was sich unter dem Schmutz noch alles befindet, denn sie fühlen sich einfach nur angewidert. Diese kommen garantiert nicht wieder. Wir sind so sehr mit unserem Leben beschäftigt, dass wir gar nicht daran denken, unsere Umwelt sauber zu halten. Und gelegentlich sehen wir nicht einmal den Schmutz, der uns umgibt, denn der ist wie selbstverständlich einfach da. Aber wenn Sie Ihr Haus verkaufen wollen, dann muss es vorher und während des Verkaufsvorgangs blitzeblank sein. Und vergessen Sie bloß nicht die Fußleisten, die Fußböden, Klo, Badewanne und Waschbecken innen und außen, die Schlitze der Deckenlüfter, die Dunstabzugshaube und an die Wollmäuse hinter der Heizung. Und denken Sie an die Ecken. Wenn die (Schwieger-)Mutter mitkommt und sie noch vom alten Schlag ist, dann wird sie gnadenlos in die Ecken gucken und ihre Schlüsse daraus ziehen. Denn an den gereinigten Ecken scheiden sich „gut“ und „böse“. Und „böse“ reißt ein Loch in Ihr Säckel…



Reinigen Sie Ihren Kühlschrank innen und besonders auch oben. Tauen sie ihn ab, wenn sich Eisberge gebildet haben und machen Sie auch hier tüchtig Großreinschiff. Schrubben Sie den Herd, was das Zeug hält. Er muss aussehen wie neu. Shampoonieren Sie die Teppiche und die Auslegware. Entsprechende Geräte können Sie im Supermarkt meist kostenlos mieten und müssen dort nur die Reinigungsmittel kaufen.
Putzen Sie die Fenster und vergessen Sie nicht die Fensterrahmen unten, wo sich gerne Spinnen ansiedeln. Ach ja, selbstverständlich dürfen nirgendwo Spinnweben oder Staubfäden unter den Decken schweben. Kaufen Sie sich einen auswechselbaren Staubmop (in unsrem Haushalt hat sich „Swiffer Staumagnet“ bewährt) und gehen über alle Rahmen (Türen + Bilder), alle Drahtseile der Halogenlampen und sonstiger Haushaltsgegenstände. Putzen alle Spiegel und wer jemals bei der Bundeswehr war, der weiß, dass sich zum blankputzen von Spiegel und Fensterscheiben Zeitungspapier bewährt.

Und das alles ist erst der Anfang

Außerhalb des Gebäudes wird alles gereinigt, was der letzte Sturm nicht weggeweht hat. Außenwände, Überdächer und falls erforderlich auch die Auffahrt. Alles muss makellos sein. Selbstverständlich darf auch kein Unkraut aus den Fugen gucken. Meist können Brenner preiswert im Discounter gekauft werden, um die Auffahrt unkrautfrei zu machen.
Denken Sie unbedingt auch an die Ölflecken und die Schmiere, die sich nicht selten unterhalb der Ölwanne auf den Boden abgelagert haben. Weg damit. Kaufen Sie Kaltreiniger im Autozubehörhandel und schrubben Sie um Ihr Leben. Streichen Sie erforderlichenfalls den Garagenboden mit grauer Betonfarbe. Das sieht nicht nur sauber, sondern auch total edel aus.
Falls Ihr Haushalt auch zur putzfreien Zone zählt und Sie nicht wirklich wissen, wie man eine Wohnung porentief reinigt, dann besorgen Sie sich professionelle Hilfe. Stehen Sie dazu, dass Sie in Ihrer Jugend beim Putzunterricht nicht aufgepasst haben und dazu, dass Sie Ihre Mutter seit Jahren eine Schlampe nennt. So what? Für ein paar Tausend Euro Mehrerlös und die schöne Aussicht, dass sich Ihr Messileben in der Zukunft nicht wiederholt, lohnt sich die Anschaffung eines Büßerhemds. Man wird großzügig über Ihre Schwäche hinwegsehen und Ihnen jetzt endlich zeigen, wie es richtig geht. Machen Sie aus dem Großreinschiff ein Putzevent für Ihre pedantischen Verwandten und Freunde mit der Aussicht auf einen anschließenden Umtrunk nebst Grillwurst im Garten – natürlich nicht in der frisch gestylten Wohnung. Ab diesem Zeitpunkt dient der Grill ohnehin nur noch als Vorzeigeobjekt Ihrer tiefreligiös bedingten Reinlichkeit. Kaum etwas ist überzeugender für „saubere Ecken“ als ein offensichtlich benutzter Grill, der glänzt wie eine Speckschwarte.
Mittlerweile gibt es auch immer mehr Reinigungsfirmen, die gegen „geringes Entgelt“ die Reinigung übernehmen. Doch wir wollen ja mehr Geld aus dem Erlös erzielen und so wenig Geld wie möglich für Haus Staging ausgeben. Wenn Sie allerdings keine Zeit für derartige Reinigungsarien haben, dann sollten Sie diesen Weg ins Auge fassen.

Lassen Sie Verwandte und Freunde Ihren Haushalt am Ende akribisch nach Peinlichkeiten durchsuchen und Ihnen mitteilen. Nur so wird auch ein Kaufinteressent keine ekelhaften Unreinlichkeiten entdecken und der Verkauf Ihrer Immobilie schreitet unaufhaltsam voran.

Beseitigen Sie Ihren Stallgeruch. Wer Sie nicht riechen kann, kauft nicht

Mit dem Kaufreiz ist es wie mit einem Eisberg. Die Kaufentscheidung wird zum weit überwiegenden Teil vom Gefühl geleitet. Wir kennen so etwas unter dem Begriff „Bauchgefühl“ und meinen damit die inneren, nicht greifbaren Gefühle, die eine Kaufentscheidung hervorrufen. Nun wissen wir nichts von der Vergangenheit Ihres Kaufinteressenten. Wenn er aber Ihren „Stallgeruch“ mit einem negativen Erlebnis in Verbindung bringt, dann stehen Sie auf verlorenem Posten. Wenn er Sie nicht riechen kann, so ist es nichts persönliches gegen Sie. Allein die Natur hat es so vorgesehen, dass auch der Geruchssinn über die Partnerwahl entscheidet. Und da Sie nie wieder die Chance haben, einen ersten Eindruck zu machen, sollte dieser so gut wie möglich sein.

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Unterziehen Sie Ihr Heim daher einem Geruchstest. Wenn Sie Hunde, Katzen oder Meerschweinchen haben, alte Teppiche mit Milbenproblem, im Haus rauchen oder es lieben, stark gewürzte indische Speisen zu kochen, dann sollten Sie ab sofort handeln. Beseitigen Sie nicht nur diese Gerüche, sondern sorgen auch dafür, dass diese während des Verkaufsvorgangs nicht wieder Einzug halten. Sonst war die ganze Mühe umsonst und Sie können wieder von Vorne anfangen.
Wenn ich von „Stallgeruch“ spreche, dann meine ich natürlich diese üblichen „Düfte“, die erst Ihren individuellen Haushalt ausmachen und in denen Sie sich wohl fühlen. Das muss ja kein Gestank sein oder unappetitlich riechen. Sie empfinden diesen individuellen Duft des Hauses, wenn Sie nach längerer Zeit mal wieder Ihre Eltern besuchen. Dort riecht es so, wie in Ihrer Jungend und gibt Ihnen ein Gefühl der Geborgenheit. Aber einen Käufer interessieren derartige Sentimentalitäten nicht, dennoch nehmen ihn Immobilienmakler und Kaufinteressenten als Eigengeruch wahr, wenn sie Ihr Haus betreten. Daher öffnen Sie die Fenster zu allen Seiten und sorgen so richtig für Durchzug. Geruch neutralisierende Raumsprays helfen ebenso wie elektronische Raumluftreiniger. Aber achten Sie darauf, dass Sie nicht einen Raumduft wählen, der am Ende nach Brausetabletten in Latrinen oder dem Veilchenduft von Erbtante Frida ähnelt. Denn das kann dann nach hinten losgehen. Gern genommen werden auch Duftlampen mit Citrus-Duft, weil diese Duftnote immer frisch und sauber riecht und die Duftmarke „Hausduft“ überdeckt. Wir kennen es aus dem Mittelalter, als Seife noch nicht populär war. Man hat also erst Deodorant und dann die Seife erfunden… Verwenden Sie allerdings niemals Kerzen. Wenn Sie mit Interessenten durch das Haus gehen und überall Kerzen brennen haben, dann könnten Sie diese irgendwann vergessen und Ihnen brennt die Hütte ab, bevor Sie sie überhaupt verkauft haben. Außerdem sieht es schon sehr befremdlich aus, wenn Sie am helllichten Tag in jedem Raum Kerzen brennen haben. Und es weckt den Argwohn des Käufers, weil er denken könnte, hier stinkt irgendetwas gewaltig….

Fragen Sie Freunde, ob, wie und ggf. nach was Ihr Heim riecht. Finden Sie mögliche Übeltäter und beseitigen Sie diese. Gehen Sie zum Tierfachhandel und kaufen die neuesten Duftneutralisierungs-Sprays, um unangenehme Gerüche schnell zu beseitigen. Am besten ist es natürlich, wenn Sie die Quelle des Übels finden und dauerhaft beseitigen. Das kostet dann wiederum weniger Duftsprays.

Hochaktuell sind auch Geruchsbinder, die durch Fermentierung von Pflanzenextrakten hergestellt werden und katalysierend wirkende Enzyme enthalten. Dieses organische Material wirkt auf Geruchsmoleküle und baut diese ökologisch ab. Innerhalb von Sekunden werden dadurch Gerüche jeglicher Art neutralisiert.

Reinigen Sie Ihre Teppiche, Teppichböden und die Vorhänge. Der damit verbundene Aufwand rechtfertigt den höheren Erlös alle mal. Oder Sie verzichten komplett auf Vorhänge, wenn diese die Zimmer verdunkeln oder optisch verkleinern. Stattdessen kann man auch gerne Stores nehmen. Dunkle und schwere Vorhänge erdrücken manche Räume und sollten, sofern man darauf nicht verzichten möchte, lieber dem neuen Heim vorbehalten sein. Sie wollen ja jetzt in erster Linie nicht nur Ihr Haus verkaufen, sondern auch noch zusätzlichen Verkaufserlös erzielen. Also denken Sie daran, dass unsere Tipps nicht gegen dunkle schwere Vorhänge an sich gerichtet sind, sondern einer Verbesserung Ihrer Verkaufssituation geschuldet werden. Lassen Sie also Licht in die Räume und geben ihnen ein frisches, helles Aussehen. Außerdem ist jeder Raum ohne genügend Tageslicht energetisch problematisch, weil Tageslicht zu den wichtigsten Faktoren gehört, die zum guten Raumklima beitragen. Badezimmer ohne Fenster und Kellerräume haben am häufigsten dieses Problem. Verwenden Sie daher Tageslicht-Glühbirnen. Bringen Sie in solche Räume noch Efeu, weil diese mit einem Minimum an Licht auskommen. Aber zu den Pflanzen kommen wir noch in diesem Buch.
Zurück also zu den Stimmungen, die das Licht ausdrückt, das durch die Fenster eindringt. Helle Zimmer beeinflussen die Stimmung positiv, während dunkle Zimmer mit schweren dunklen Vorhängen eher die Stimmung drücken. Hier haben Sie eine Strategie an der Hand, die sich hervorragend im Verkauf Ihrer Immobilie einsetzen lässt.
Schwerer Samt verlangsamt eintretende Energie während sich feinere Stoffe überall dort eignen, wo sich Energie frei und ohne Hast bewegen kann. Von der beabsichtigten Stimmung hängt auch die Länge und die Gestaltung der Vorhänge ab. Sie können lang oder halblang sein, frei fallend, gefältelt oder zusammengefasst. Zugezogen e Vorhänge aus Musselin dämpfen auf angenehme Weise allzu helles Sonnenlicht. Stoffe aller Art kaschieren die harten Linien um die Fenster herum. Haben Sie Fensterläden? Dann sollten diese unbedingt ordentlich gestrichen sein, um einen positiven Effekt zu erzielen. Dazu hängen Sie am besten leichte Vorhänge auf, um den dominierenden Charakter der Fensterläden zu mindern. Springrollos wirken stabilisierend und schlicht. Falls die Sonne in den Raum scheint, sollten Sie diese aber nur gezielt ablassen, um das Zimmer nicht zu dunkel scheinen zu lassen. Vermeiden Sie auch Gardinenstangen, die in Pfeilspitzen auslaufen. Viele Menschen fühlen sich dadurch bedroht. Lieber wählen sie runde oder geschwungene Enden.
Wie bereits erwähnt, müssen die Fensterscheiben unbedingt picobello sauber sein. Nicht nur, dass man schlecht durchsehen kann, sie geben dem Haus auch ein ärmliches, schmuddeliges Aussehen. Und wer will schon ein Haus kaufen, das einem Hilfsarbeiter zu Gesicht steht und nicht einem Angestellten, Manager oder Freiberufler, die gefälligst einen höheren Preis bezahlen sollen. Und irgendwann müssen die Fenster ohnehin geputzt werden, warum also nicht gleich? Professionelle Fensterreiniger erledigen diese meist ungeliebte Arbeit binnen kurzer Zeit, weil sie die entsprechende Ausrüstung besitzen. Googlen Sie nach „Fernsterreinigung + Stadtname“ um fündig zu werden.

Achten Sie auch auf Feuerplätze jeglicher Art, also Kamin, Kaminofen oder die Zentralheizung. Beseitigen Sie Staub und Asche und schließen Sie während des Besichtigungstermins sämtliche Klappen, sofern sie nicht lebenswichtige Funktionen erfüllen. Wenn Sie einen erloschenen Kaminofen geöffnet halten, dann wirkt dieses dunkle Loch bedrohlich und man fürchtet sich intuitiv. Wärme und Behaglichkeit erfüllt nur ein brennender Kamin(-ofen). Dies trifft aber nur für die dunkle Jahreszeit zu und sollte dann auch konsequent durchgeführt werden. In der übrigen Zeit sollten alle Türen geschlossen, die Scheiben mir Glasreiniger geputzt und sämtliche Metallteile, sofern rostig, mit schwarzer Spezialfarbe gestrichen werden. Auch die innen liegenden Ziegel und Steine müssen behandelt werden. Auch dafür gibt es Spezialfarbe, die den Ofen wertvoller und größer aussehen lassen. Achten Sie aber unbedingt darauf, dass die verwendeten Materialien nicht riechen. Über den „Erfolg“ haben wir bereits auf vorhergehenden Seiten berichtet.
Gerne können Sie in der hellen Jahreszeit auch eine üppige Grünpflanze davor oder in den Brennraum hinein stellen, um grüne Farbtupfer zu zeigen und dieses große Loch etwas dezenter wirken zu lassen.

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